Der Haufen

Hauptmann Feuerschwanz

Peter-SW

Hauptmann Feuerschwanz, ein altgedienter Kreuzzugsveteran, beschloss in einer lauen Sommernacht, dass er vom Stechen, Hacken und Morden genug hätte. Ganz spurlos sind die Erlebnisse des Kreuzzuges allerdings nicht an ihm vorüber gegangen. Wenn sein irres Lachen erklingt, läuft Freund und Feind ein (lustvoller?) Schauer über den Rücken. Nach dem Beenden seiner Kampfkarriere widmete er sich ganz seinen größten Leidenschaften: (niedere) Minne, Met und Miezen – und nicht zu vergessen, die Bezähmung der letzteren! Im Laufe der Jahre verprasste der Hauptmann auf diese Weise nicht nur seine von den Kreuzzügen mitgebrachte Beute sondern auch den gesamten Familienbesitz bis auf eine alte, baufällige Ruine, die niemand mehr haben wollte, und welche er daher kurzerhand zum neuen Hauptsitz seines geilen Haufens erklärte.

Prinz R. Hodenherz III

Ben-SW

Prinz R. Hodenherz III. junior entstammt aus der Zeit die Richard Hodenherz zum jährlichen Weihnachtsbesuch bei seinem kleinem Bruder am angelsächsischen Königshof verbrachte, wo er des nächtens das Bett der Königin wärmen durfte. Der junge Prinz entdeckte schon recht früh seine musikalische Begabung und sein gutes Aussehen, weshalb er bei den Hofdamen auch als „Prinz Charming“ bekannt ist. Da jedoch bald keine Jungfrau am Hofe mehr vor ihm sicher war, wurde der Prinz schließlich zur Charakterbildung auf eine ausgedehnte Weltreise geschickt. Auf der Suche nach seinen Wurzeln traf er dabei auf Hauptmann Feuerschwanz und seinen geilen Haufen dem er sich kurzerhand anschloss um fürdahin die Hodenherz’sche Familientradition im Sinne seines Vaters auf den Bühnen dieser Welt fortzuführen.

Prinz Hodenherz spielt: Mittelalterliche Sackpfeife in a‘, Rauschpfeifen in d‘, e‘, d“, Uilleann Pipe in d‘ von Jens Güntzel, Tin- und Low-Whistles von Susato

Johanna von der Vögelweide

Johanna-SW

Johanna ist Walthers kleine Schwester. Sie wollte schon immer ein richtiger Ritter werden, aber leider ist und bleibt sie ein Mädchen. Als nun Walther sich an einem Everlast-Keuschheitsgürtel die Finger verstauchte sah sie ihre Chance. Mit einem besonderen Mittelalterleibchen zum Drunterziehen, dass Johannas Brüste versteckt, wurde aus Johanna Johann. Nachdem sie sich nun lange Zeit in diversen Männlichkeitsritualen beweisen musste, wobei sie den gesamten Haufen unter den Tisch trank (nur am Wettrülpsen mit dem Knappen wird noch gearbeitet…), sah Johanna schließlich ihre Zeit gekommen, ihre wahre Identität preis zu geben. Nach einigen Flaschen Met war der Haufen über den ersten Schock hinweg. Neben ihrer Tätigkeit beim geilen Haufen geht Johanna getreu der Vögelweid’schen Familientradition auch weiterhin ihrer Profession als Keuschheitsgürtelknacker nach, und befreit – sehr zur Freude des restlichen Haufens – so manche verschlossene Maid aus ihrem Eisengürtel.

Sir Lanzeflott

Lanze-SW

Wer kennt ihn nicht, den großartigen Turnierritter Sir Lanzeflott, jedoch die wenigsten wissen, dass er wegen ständigen Lanzenlängenbetrugs von der internationalen Turniervereinigung eine lebenslange Sperre erhalten hat. Zudem kam dann auch noch sein König zu ihm und meinte, dass da noch Steuern aus den letzten 10 Jahre Turniertätigkeit fällig wären. Somit kam ihm das Angebot, bei Hauptmann Feuerschwanz und seinem geilen Haufen die Trommel zu rühren nicht gerade ungelegen. Gleichzeitig begann Sir Lanzeflott eine zweite Karriere als erfolgreicher Lanzenveredeler, der schon so manchem verzweifelten Ritter die zu klein geratene Lanze in ein gar mächtiges Turniergerät verwandelte…

Hans der Aufrechte

Hans-SW

Bevor Hans den geilen Haufen traf, war er ein echter Musterknabe. Er rauchte und trank nicht sondern zog durch die Wälder, beschützte die Armen und Schwachen und stahl dafür von den Reichen. Mit dem Geld rief er ein Artenschutzprojekt zur Rettung bedrohter Fabelwesen wie Drache und Einhorn ins Leben. Eines Tages jedoch kehrte Hans in einer Taverne ein, wo er auf den Hauptmann und seinen geilen Haufen stieß, ein Moment, der Hans‘ Leben für immer verändern sollte. In dieser Nacht verzockte er nicht nur das ganze Geld für sein Einhornschutzprojekt, sondern entdeckte auch noch die Vorzüge von Met und Miezen für sich. Kurzerhand gab er sein Heldendasein auf, und beschloss, von nun an ein echter Schwermetallritter zu werden. Da er dem Hauptmann nun auf Schritt und Tritt nachlief und ihm unglaubliche Soli auf seiner E-Gitarre vorspielte, wurde Hans schließlich beim Haufen aufgenommen und zieht seitdem als Verteidiger des wahren Mets durch die Lande.

Felix Taugenix

Felix-SW

Felix war schon immer ein Taugenix. Ein Strolch, ein Tagedieb, ein Tunichtgut – kurzum: Zu nichts zu gebrauchen! Die wenigsten wissen jedoch, dass er in seiner früheren Jugendzeit schon sehr viele (wenn auch zweifelhafte) Preise gewonnen hat. Miesester Minnesänger zu Michelbach 1346, Blödester Barde zu Bamberg 1351, 4-facher Gewinner des OhrenPeyn Wettbewerbs zu Norimberga, und so weiter… Seine räudigen, grammatikalisch inkorrekten sowie unter jeglicher Gürtellinie befindlichen Liebes-und Triebeslieder verprellten die (weibliche) Jury jedesmal aufs neue. Er verfluchte daraufhin sein Leben, denn er wollte endlich mal breitbeinig auf den richtig großen Bühnen stehen und beherzt in die Seiten greifen! Wie ein echter Rockstar! Sein Wunsch wurde schließlich von einer grausamen Hexe erfüllt… Sie nahm ihm die Laute, verwandelte sie in ein mächtiges Tieftongerät und schickte ihn auf Burg Feuerschwanz! Ein grausamen Schicksal ereilt ihn seitdem: Er ist Bassist. Felix ist und bleibt einfach ein Taugenix.

Felix Taugenix spielt: Bässe von Ibanez und Amps von Mesa-Boogie

Die Geschichte

inital-s-fso trug es sich zu, dass im Jahre 1223 Hauptmann Feuerschwanz die angenehmen Seiten des Raubrittertums in vollen Zügen genoss. Lange lebte er in der Burgruine seiner Vorväter. Er kümmerte sich nicht viel um den Lauf der Welt bis er all seinen Besitz – bis auf eine heruntergekommene Burgruine, die keiner mehr haben wollte – verhurt, versoffen und verspielt hatte. So zog er denn in der Hoffnung auf Reichtum und Heldentaten auf den Kreuzzug gen Süden.

Auf dem langen Ritt schlossen sich ihm noch mehr Spießgesellen an: Sir Lanzeflott, der die wohl bestgehendste Lanzenveredelungsmanufaktur weit und breit unterhält, Johanna von der Vögelweide, die wie ihr Bruder Walther ein richtiger Ritter und Minnegeiger werden wollte und sich daher als Mann tarnen musste um aufgenommen zu werden, Eysye, der Mann mit der eisernen Maske dessen Namen und Herkunft niemand kennt, der junge Prinz Hodenherz, der seinem Vater Richard und seiner Halbschwester Ronja Hodenherz am Blasewerk nachfolgt und der Knappe, der ist eben der Knappe und auch sonst recht nützlich. Gemeinsam bilden sie des Hauptmanns geilen Haufen, angetrieben von einem Motto, das wohl jeden glücklich macht und welches der Hauptmann in Jerusalem als die wahre Formel für den Stein der Weisen entdeckte: MET & MIEZEN

Wie es der Zufall nun so wollte, trafen sich eben diese wackeren Recken im Freudenhaus zu Jericho um sich nach all den Entbehrungen und Strapazen mal wieder so richtig die Posaune polieren zu lassen. In jener legendären Nacht beschlossen die Ritter, ihre kreuzzüglichen Kampfhandlungen einzustellen und fürdahin zur Burg Feuerschwanz zu ziehen, um gemeinsam ihren Leidenschaften für Minne, Mädchen und Turnieren zu frönen.

Doch eines Tages trieben sie es zu bunt und wurden von einer nach Rache sinnenden Hexe zu ewigem Ritterdasein verflucht. Um endlich sterben zu können, ist es ihnen auferlegt im Laufe eines Jahres:

  • Jeden Tag besoffen zu sein
  • sich mit tausend Frauen zu paaren
  • ein Pferd zu zaehmen
  • tausend Kilo Radieschen zu essen
  • eine Maid, nur durch die Macht der Minne zur Frau zu machen

…und alle Schandmaul Texte rueckwaerts zu pfurzen.

Nur eine einzige Pruefung wird ihnen seitdem Jahr für Jahr aufs Neue zum Verhaengnis!
Und es ist nicht das Radieschen Essen!

Die Miezen

Um die tristen Stunden auf Burg Feuerschwanz angenehmer zu machen, beschloss Hauptmann Feuerschwanz sich einige Miezen zum Zeitvertreib zu zähmen. Mit viel Geduld, Schutzhandschuhen, Wollknäulen und Met gelang es ihm schließlich einige der wilden Wesen anzulocken und in der Burg einzusperren. Es kostete jedoch noch die Mitarbeit des gesamten Haufens um die Miezen so zu zähmen, dass sie AUS der Hand fraßen und nicht einfach versuchten die GANZE Hand zu verspeisen. Mit der Zeit wurden die Miezen so unverzichtbar für den Haufen, dass sie inzwischen sogar auf Touren mitgenommen werden um das Bandmotto zu vervollständigen.